Indien - Garhwal: Trekking zum Milam Gletscher

* 9-tägiges Trekking zum Milam-Gletscher
* Campen zu Füßen der Nanda Devi East
* Unterwegs in einer der ursprünglichsten Regionen Indiens
* Besuch des Vivekananda Ashram in Shyamlatal
* Vielfalt der Religionen: Besuch eines Sikh-Tempels
* Ausblick auf die 7.000er Trisuli and Hardeol

Das Gebiet des indischen Garhwal Himal grenzt im Osten direkt an Nepal. Dicht bewaldete Gebirgszüge vor leuchtenden, vergletscherten Gipfeln, kleine Bäche und gewaltige Gletscherflüsse, tiefe Täler, unzählige kleine Gebirgsdörfer und heilige, vielbesuchte Pilgerstätten und Tempel kennzeichnen dieses Gebiet. Die tiefe Religiosität der Garhwali ist überall spürbar und Ausdruck einer innigen Verbindung zur Natur. So wird auch die Nanda Devi – mit 7.816 m nach dem Kanchenjunga der zweithöchste Berg Indiens – von den Einheimischen als Schutzgöttin verehrt. Das Nanda Devi Sanctuary ist nach wie vor für Touristen nicht zugänglich. Doch auf dieser Route ist es möglich, von Osten her bis zum Nanda Devi Basecamp aufzusteigen. Die Kulisse der alpinen Berglandschaft mit gewaltigen Felswänden, markanten Gipfeln wie dem Trisuli (7.074 m) und riesigen Gletschern lässt das Herz jedes Natur- und Bergfreundes höher schlagen. Die äußerst abwechslungsreiche, aber noch wenig begangene Trekkingroute führt auf der alten Tibet-Route aus den tiefgrünen Tälern bis hinauf zum Milam-Gletscher. Vom Dorf Milam sind es nur noch ca. 25 km bis zur Grenze nach Tibet.

Reiseverlauf

1. Tag Abreise

Flug ab Deutschland nach Delhi.

2. Tag Ankunft in Delhi

Morgens landen wir in Delhi. Wir werden erwartet und fahren mit dem Bus direkt hinaus aus der Stadt Richtung Osten nach Kuchesar. Nachmittags können wir uns entspannen und uns von der langen Anreise erholen.
Fahrzeit: 2-3h; Hotel [MA]

3. Tag Kuchesar - Shyamlatal

Auf dem Weg nach Shyamlatal kommen wir vorbei an Morabad, bekannt als die Messing-Stadt Indiens. In der Nähe besuchen wir Nanak Matta, ein Sikh-Heiligtum. Die in Nordindien begründete Religion der Sikhs geht auf den Wanderprediger Guru Nanak zurück und hat die gelebte Religion und nicht die Einhaltung religiöser Dogmen zum Ziel.
Im weiteren Verlauf unserer Fahrt kommen wir der Grenze zu Nepal immer näher. In vielen Kurven windet sich die Straße bis auf ca. 1.500 m Höhe hinauf nach Shyamlatal, einem kleinen Bergort, der an einem See liegt. An seinem Ufer befindet sich der Ashram des Gelehrten Vivekananda.
Fahrzeit: 6h; Fahrstrecke: 270km; Hotel [FMA]

4. Tag Shyamlatal - Pithoragarh

Morgens besichtigen wir den Ashram. Anschließend fahren wir weiter nach Pithoragarh und besuchen unterwegs den Baleshwar-Tempel in Champawat. Die Tempelgruppe ist den lokalen Gottheiten Balewshwar, Rameshwar und Champawati Durga geweiht und wurde vermutlich zwischen dem 10. und 12. Jahrhundert erbaut. Sie ist ein Beispiel u.a. für die Steinmetzkunst jener Zeit und zeugt vom Reichtum der Chand-Dynastie.
Unterwegs machen wir einen Abstecher auf den Mount Abbot (2.106 m) und können in der Ferne die schneebedeckten Himalaya-Gipfel erkennen. Nachmittags erreichen wir Pittoragarh. Die kleine Stadt liegt eingebettet in einer grünen Berglandschaft im westlichen Teil des Soar Valley, die Szenerie erinnert an Kashmir. "Soar" bedeutet „kühl" – das Klima ist hier, auf ca. 1.645 m Höhe, wesentlich angenehmer als im Tiefland. Nachdem wir unsere Zimmer im Hotel bezogen haben, können wir noch einen kleinen Stadtbummel machen.
Fahrzeit: 5h; Fahrstrecke: 130km; Hotel [FMA]

5. Tag Pithoragarh - Munsiyari

Frühmorgens schon brechen wir auf nach Munsiyari. Unterwegs stoppen wir an einem Aussichtspunkt, dem Kala Muni Top (ca. 2.750 m), und können den hervorragenden Blick genießen – im Hintergrund ist der knapp 7.000 m hohe Pancha Chuli (6.904 m) zu erkennen. Weiterfahrt bis Munsiyari, das wir nachmittags erreichen. Die meisten Bewohner des Ortes gehören dem Volk der Bothia an. Der Name Bhotia bedeutet im Nepalesischen „Leute aus Bhot" (Tibet). Unter dem Begriff Bhotia werden Volksgruppen zusammengefasst, die einst von Tibet über den Himalaya-Hauptkamm nach Süden gewandert sind und sich dort angesiedelt haben, aber keine Tibeter sind. Dazu zählen z. B. auch die in Nepal lebenden Sherpa oder die Dolpopa. Auch in Sikkim leben viele Bhotia.
Fahrzeit: 5-6h; Fahrstrecke: 130km; Gästehaus [FMA]

6. Tag Munsiyari - Lilam

Nach dem Frühstück fahren wir nach Selapani. Dort beginnt unser Trekking. Zuerst geht es durch einige Dörfer bergab, bevor wir Suring Gar erreichen. Hier gibt es ein kleines Wasserkraftwek, das Munsiyari und die umliegenden Dörfer mit Strom versorgt. Von Suring Gar aus wandern wir auf gleichbleibender Höhe bis Jimighat. Nachdem wir auf einer (stabilen) Hängebrücke den Fluss Gori überquert haben, geht es bergauf bis zum Dorf Lilam. Dort errichten wir zum ersten Mal unsere Zelte in der Terrassenlandschaft.
Gehzeit: 2-3h; Fahrzeit: 0,3h; Zelt [FMA]

7. Tag Lilam - Bagudiyar (2.400 m)

Unser Weg führt heute relativ eben am Ufer des Flusses Gori entlang. Wir kommen vorbei an einigen Wasserfällen und engen Schluchten. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir Radgari Udyar. Hier gibt es einen kleinen Teeshop und wir machen Mittagspause am Ufer des Flusses. Anschließend geht es ca. 2 Stunden hinauf bis Bagudiyar; dort bauen wir unser Camp auf.
Gehzeit: 5-6h; Aufstieg: 550m; Zelt [FMA]

8. Tag Bagudiyar - Martoli (3.000 m)

Von Bagudiyar steigen wir in ca. 1 Stunde nach Nahardevi auf. Dann verläuft der Weg ohne größere Steigung, bis es nach ca. 30 Minuten noch einmal bergauf geht. Über Steinstufen erreichen wir ein weites Tal und können das Dorf Rilkot bereits in der Ferne erkennen. Dort machen wir Mittagspause. Nachdem wir eine weitere halbe Stunde gewandert sind, tauchen die Gipfel Trisuli (7.074 m) und Hardeol (7.151 m) auf. Wir gehen über Hochalmen bis Martoli und sehen dann von hier aus endlich auch die Nanda Devi! Auf einem schönen, weiläufigen Campingplatz errichten wir unser Lager.
Gehzeit: 6-7h; Aufstieg: 600m; Zelt [FMA]

9. Tag Martoli - Basecamp (3.880 m)

Gemütlich wandern wir von Martoli aus entlang des Flusses etwa 3 Stunden auf gleichbleibender Höhe. Dann steigen wir in ca. 2 Stunden bis zum Pachu-Gletscher und Nanda Devi Ost Basecamp auf. Dort errichten wir unser Camp auf einer Hochalm. Während des Tages zeigen sich immer wieder die Himalaya-Gipfel und von unserem Campingplatz aus sehen wir die Nanda Devi Ost direkt vor uns!
Gehzeit: 5h; Aufstieg: 880m; Zelt [FM]

10. Tag Basecamp - Milam

Die heutige Strecke verläuft entlang des Gori-Flusses, auf der anderen Flusseite liegen einige Dörfer. Nach einer Weile überqueren wir den Fluss auf einer Holzbrücke. Nachmittags bleibt Zeit, um das Dorf Milam zu besuchen. Einst verlief hier eine wichtige Handelsroute zwischen Indien und Tibet.
Abstieg: 400m; Zelt [FMA]

11. Tag Milam-Gletscher - Bilju (3.200 m)

Heute Morgen wandern wir in ca. 2 Stunden bis zur Spitze des Milam-Gletschers, des größten Gletschers in der Region Kumaon. Darüber erheben sich die majestätischen Gipfel Trisuli (7.74 m) und Hardeol (7.151 m). Hier befindet sich auch das Gletschermaul, aus dem der Gori-Fluss hervorsprudelt. Nach einer ausführlichen Rast steigen wir bis zum Dorf Bilju ab und errichten dort unser Camp.
Gehzeit: 6h; Aufstieg: 100m; Abstieg: 350m; Zelt [FMA]

12. Tag Bilju - Nahardevi (2.800 m)

Heute haben wir eine weite Strecke vor uns. Wir wandern weiter hinab bis zur Alm Nahardevi, einem beliebten Platz für Schafhirten und ihre Herden.
Gehzeit: 6-7h; Abstieg: 400m; Zelt [FMA]

13. Tag Nahardevi - Jimmi Ghat (2.000 m)

Über ca. 18 km führt der heutige Weg allmählich hinab bis zu unserem Campingplatz nahe einer Brücke über den Kuria-Fluss.
Gehzeit: 6-7h; Abstieg: 800m; Zelt [FMA]

14. Tag Jimmi Ghat - Munsiyari (2.130 m)

Unser letzter Trekkingtag beginnt! Wir steigen weiter ab in der Schlucht des Gori-Flusses bis nach Suringar und dann wieder hinauf bis zum Dorf Dumar. Dort werden wir erwartet und mit Jeeps nach Munsiyari gebracht.
Hotel [FMA]

15. Tag Munsiyari - Kausani (1.890 m)

Wir fahren heute bis Kausani. Unterwegs besuchen wir eine Teeplantage, einen Tempel und eine Teefabrik.
Hotel [FMA]

16. Tag Kausani - Nainital (2.200 m)

Nach dem Frühstück brechen wir auf nach Nainital. Die kleine Stadt liegt sehr schön an einem See in einem bewaldeten Tal im grünen Vorhimalaya. Die Region heißt Kumaon und gehört noch zum Garhwal Himal. Der Nachmittag steht uns dann in Nainital zur freien Verfügung. Wir können ein bisschen entlang der Basar-Straße am See bummeln. In einem Tempel, der der Göttin Naina geweiht ist, nehmen wir abends an einer sehr stimmungsvollen Lichterzeremonie teil.
Fahrzeit: 3h; Fahrstrecke: 80km; Hotel [FMA]

17. Tag Nainital - Delhi

Heute steht uns noch einmal ein langer Fahrtag bevor. Am Nachmittag erreichen wir Delhi und beziehen unsere Zimmer in einem Hotel.
Fahrzeit: 9h; Fahrstrecke: 310km; Hotel [FMA]

18. Tag Rückreise

Frühmorgens werden wir zum Flughafen gebracht und fliegen zurück nach Deutschland. Ankunft am gleichen Tag.

Generelle Hinweise

Charakter der Tour und Anforderungen

Nur wenige Touristen haben bisher den Weg in diese Region des Himalaya gefunden. Sie sind auf wenig begangenen Wegen und Pfaden unterwegs, kommen durch viele kleine Dörfer und besichtigen hinduistische Tempel, die von gläubigen Pilgern aus ganz Indien besucht werden. Die meisten Garhwalis ernähren sich aus religiösen Gründen vegetarisch, deshalb erhalten Sie während des Trekkings nur vegetarische Verpflegung. In den Gästehäusern und Hotels im Garhwal wird kein Alkohol serviert.

Für die teilweise langen Überlandfahrten ist gutes Durchhaltevermögen und viel Geduld erforderlich. Die Straßen können streckenweise in schlechtem Zustand sein.
Die Trekkingetappen dieser Reise sind für jeden geübten Wanderer geeignet, der über sehr gute Kondition, Ausdauer und Trittsicherheit verfügt. Sie sollten gewohnt sein, 2 bis 7 Stunden am Tag zu wandern. Die Wege sind nicht befestigt, sie führen durch Wald und über Wiesen und im weiteren Verlauf der Tour auch über felsiges Gelände oder auch über schneebedeckte Pfade. Technisch werden keine besonderen Anforderungen gestellt. Wir empfehlen den Gebrauch von Trekkingstöcken.

Profil

Äußerst abwechslungsreiches Trekking in einer der ursprünglichsten Himalaya-Regionen; Indien unverfälscht erleben; für jeden ambitionierten Wanderer gut machbar.

Wichtige Hinweise

Selbstverständlich ist es das Ziel Ihrer Reiseleitung und unserer Partner, sämtliche Programmpunkte zu erreichen. Sollte es witterungsbedingt, aus organisatorischen oder sonstigen Gründen notwendige Abweichungen von der Ausschreibung geben, bitten wir um Ihr Verständnis.

Zudem weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass Sie auf eigene Gefahr an der Reise teilnehmen.

BUCHEN / VORMERKEN

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