Sri Lanka - Das königlich leuchtende Land

Wenn Sri Lanka-Reisende über die "Perle im Indischen Ozean" berichten, so kommen sie schnell einmal ins Schwärmen. Sie erzählen einem dann von den mit Palmen gesäumten endlosen Sandstränden, vom Hochland wo der weltberühmte Ceylon-Tee wächst oder sie machen einem neugierig auf dieses Land, indem sie ihre unvergesslichen Erlebnisse in den Nationalparks und der Natur ganz allgemein mit seiner artenreichen Tier- und Pflanzenwelt mit ihnen teilen.

Bevölkerung

Von den gut 18,7 Millionen Einwohnern machen die Singhalesen mit 74 % den größten Teil aus. 17 % sind Tamilen und die restlichen 9 % setzten sich aus verschiedene kleineren Volksgruppen zusammen.

In der Verfassung sind Singhalesisch und Tamil als offizielle Landessprachen verankert. Singhalesisch ist eine indogermanische Sprache und mit den nordindischen Sprachen uns sogar mit Deutsch verwandt. Tamil ist eine dravidische Sprache gehört zur südindischen Sprachfamilie. Englisch ist ebenfalls weit verbreitet und so sind Beschriftungen oft in allen drei Sprachen gehalten.

In Sir Lanka herrscht religiöse Toleranz. Es gibt auch keine Nationalreligion, obwohl die Buddhisten mit fast 70 % die größte religiöse Gruppe stellen. 15 % bekennen sich zum Hinduismus, 8 % zum Islam und 7 % sind Christen. Auf einer Reise durch dieses Land stößt man folglich auf Tempel, Moscheen und Kirchen und erlebt so die typische Architektur all dieser Gotteshäuser.

Geschichte

543 v. Chr.: Ankunft des nordindischen Prinzen Vijaya, der somit Stammvater der Singhalesen wird.

380 v. Chr.: Älteste belegbare Nennung der Insel.

150 v. Chr.: Die ersten Tamileneinfälle beginn. Von nun an wechselt die Herrschaft ständig zwischen singhalesischen und tamilischen Königen.

1505: Die Portugiesen treffen als erste Europäer in Ceylon ein.

1656: Die Holländer verdrängen die Portugiesen.

1802: Ceylon wird zur britischen Kronkolonie.

1948: Ceylon erhält die Unabhängigkeit.

1972: Die Republik wird ausgerufen unter dem historischen Namen Sri-Lanka.

1983: Anfang der großen Unruhen auf der gesamten Insel

2002: Waffenstillstandsabkommen. Friedensverhandlungen sind in Gange.

"Ceylon Tea, the King of Drinks, the Drink of Kings"

Hinter Indien und China steht Sri Lanka an dritter Stelle der Teeproduzenten. Bei der Exportmenge ist Sri Lanka sogar führend, denn selber trinken die Inselbewohner nur zehn Prozent ihrer eigenen Produktion.

Ursprünglich kommt der Tee aus China. Dort wird grüner Tee schon seit 5.000 Jahren getrunken. Einer Legende zufolge soll 2.737 v. Chr. der chinesische Kaiser Shen Nung unter einem wilden Teestrauch gesessen haben, als ein Blatt davon in seine Trinkschale voll heißem Wasser fiel. Die ersten Teesprösslinge wurden Mitte des 19. Jahrhunderts vom indischen Assam, wo die East India Comany den Teehandel beherrschte, nach Sri Lanka eingeführt. Die erste Plantage wurde vom Schotten James Tayler in der Bergregion von Nuwara Eliya angelegt.

Die Teepflanze, Camellia sinensis, mag die Höhenluft. Zwar kann Tee auf jeder Höhenlage zwischen dem Meeresspiegel und 2.300 m angebaut werden, am Besten ist jedoch das Kultivieren auf 1.400 m. Das ideale Klima ist feucht und gemäßigt mit viel Sonne am Tag und Regen in der Nacht. Hauptabnehmer für den Tee aus Sri Lanka ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien. Die dort ansässige "Guild of Tea Shops", die Gilde der britischen Teeverkäufer, klassiert die Teesorten Sri Lankas als "leicht und delikat".

Geografie

Die Insel Sri Lanka liegt im Südosten von Indien im Indischen Ozean. Zwischen dem Kontinent und der Insel liegt in den Palk Straits die Adam's Bridge, die aus Sandbänken, Riffen und Inseln besteht. Ursprünglich soll es hier eine Landverbindung zum Festland gegeben haben. Sri Lanka hat ungefähr die Größe von Bayern und seine Form gleicht der eines Wassertropfens. Das Land wir von Palmenstränden umsäumt. 435 km dehnt sich die Insel von Nord nach Süd aus und 240 km sind es vom Westen zum Osten.

Die Küstenebene erstreckt sich von der Nord- und Westküste ins Landesinnere. Im Zentrum und im Süden erheben sich Hügel und Gebirge auf über 2.000 m. Die mächtigsten Berge sind der Adam's Peak mit 2.240 m und der Pidurutalagala mit 2.524 m als höchster Berg Sri Lankas. Der immergrüne tropische Regenwald im Südwesten sowie das zentrale Bergland (Teeregion) zählen zur feuchten Zone. Die wechselfeuchte und die trockene Zone liegen im Norden und im Osten.

Klima

Sri Lanka ist ein typisches tropisches Land. Die Tage sind meist sonnig und warm bei einer Durchschnittstemperatur von 28° C. In den Bergen ist es angenehm kühler und nachts fallen die Temperaturen auf etwa 16° C. Im Südwesten bringt der Monsun von Mai bis August Regen. Im zweiten Monsungebiet im Nordosten fällt der Regen in der Zeit von Dezember bis Januar.

Flora

Sri Lanka ist reich an Naturschätzen. Vielen Pflanzen werden heilende Kräfte zugeschrieben und deshalb sind sie sehr wertvoll für die einheimische ayurvedische Medizin. In Reservaten kann man noch unberührten Regenwald erleben. Die Insel hat einen Nationalbaum mit dem Namen Eisenholzbaum oder auch Na. Sein hartes Holz wird zum Beispiel im Brückenbau eingesetzt. Weitere Nutzhölzer sind Tamarind-, Mahagoni- und Kalamanderbäume sowie Teak-, Eben- und Satinholz. Der Bodhibaum ist ebenfalls heimisch auf der Insel. Er gilt als ältester historisch dokumentierter Baum der Welt.

Weitere Rohstofflieferanten sind die Palmen, von denen es hier über ein Dutzend verschiedene Arten gibt. Sie werden zu allerlei Gegenständen wie zum Beispiel Möbeln und Seilen verarbeitet. Zudem stellen die Inselbewohner daraus Nahrungsmittel her und schließlich dienen sie auch als Brennmaterial.

Wenn von März bis Mai zahlreiche Bäume zu blühen beginnen kann man zum Beispiel so spezielle Orchideen bewundern wie die endemischen Arten der hellvioletten Vesak-, der gelben Narzissen-, der Primel- und der Anuradhapura-Orchidee. Eine weitere unter den vielen Blumen Sri Lankas ist die Lotusblume. Eine unter ihnen, nämlich die Manelblume, ist die Nationalblume des Landes.

Fauna

Der König unter den Tieren in Sri Lanka ist der Elefant. Es leben noch etwa 3.000 dieser majestätischen Tiere auf der Insel. Als weitere Säugetiere findet man zum Beispiel gefleckte Schweine- und Mausrehe, Sambar-Hirsche, Stachelschweine, Wildschweine, Büffel, Leoparden, Zibetkatzen, Schakale, Mungos, Faulbären, Ameisenbären und Streifenhörnchen. Dazu kommen viele Affenarten wie etwa Makkaken, Languren, der Blatt-Affe mit dem lilafarbenen Gesicht und der zottige Bärenaffe.

Viele Tiere kommen hier endemisch vor. So zum Beispiel 16 der knapp 40 Amphibienarten oder zwei Dutzend der 250 permanent ansässigen Vogelarten. Sri Lanka ist überhaupt ein Paradies für Ornithologen. Ungefähr Mitte August landen die ersten der rund 170 Arten, die hier überwintern. Einige darunter sind: Pelikane, Störche, Flamingos, Reiher, Flussufer- und Strandläufer, Regenpfeifer, Bachstelzen, und Kiebitze.

Zur Tierwelt in Sir Lanka gehören rund 240 Schmetterlingsarten. Auch sehr viele Reptilienarten haben hier ihre Heimat. Dazu zählen unter anderem 95 Schlangenarten, Skorpione, Tausendfüßler und Echsen. Die Seen und Flüsse sind von über 50 Fischarten bevölkert. Im Meer rund um Sri Lanka schwimmen neben Delphinen, Haien, Thunfischen und Barrakudas auch die gefährdeten Meeresschildkröten. Die fünf Arten Green Turtle, Hawksbill, Leatherback, Loggerhead und Olive Ridley brüten hier an der Küste.

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